Lappland-Reise 2013

Samstag, 02. März 2013

 

 

Wetter:

 

Morgen Mittag Nachmittag Abend  
bewoelkt bewoelkt teilweise sonnig teilweise sonnig  
   

Reiseroute:

Flug Zürich (A) - Kittilä (B) (3,5 Std.)
Bustransfer Kittilä (B) - Luosto (C) (2 Std.)

map-uebersicht

 

 

 

     

Reisebericht:

Heute ist es also soweit. Wir machen uns um 09.20 Uhr auf den Weg nach Zürich-Flughafen. Das Check-in verläuft problemlos und unsere Koffer halten auch die Gewichtslimite von 23 kg ein.

Um 11.55 Uhr soll es Richtung Norden, das heisst nach Luosto (Finnisch-Lappland) gehen. In 3½ Stunden wird uns die Maschine der Edelweiss-Air nach Kittilä bringen. Man sieht den meisten Passagieren an, dass es in den hohen Norden geht und mit Minus-Temperaturen zu rechnen ist. Dicke Winterjacken und Schuhe prägen das Bild. Alles was im Koffer nicht mehr Platz hatte, wurde direkt angezogen und so mitgeführt. Das Kabinenpersonal hat dann auch seine liebe Mühe, für alles Handgepäck irgendwo noch einen Platz zu finden. Denn auf diesem Flug hat nun wohl jeder noch irgendein Handgepäck mit dabei und die dicken Winterjacken sollen auch noch in der Gepäckablage Platz finden.
Kurz gegen 12.00 Uhr teilt der Pilot mit, dass das Flugzeug aufgrund des vielen Gepäcks und des Kerosins rund 75 Tonnen wiegt. Das heisst, dass wir heute auf der längsten Piste starten müssen, damit der Flieger sicher in die Luft kommt. Aufgrund der Wetterverhältnisse werden aber erst noch ein paar Flieger quer zu unserer Startpiste landen müssen, sodass sich unser Abflug um rund 20 Minuten verspäten wird. Der Pilot meint aber, er werde dann einfach ein bisschen schneller fliegen, sodass die Landung in Kittilä planmässig um 16.40 erfolgen wird.

Der Flug nach Kittilä verläuft mehrheitlich ruhig. Wir haben nur ganz wenige Turbulenzen. In Kittilä wird klares Wetter bei -16° C erwartet. Beim Anflug sind wir etwas irritiert, da es aus der Luft gar nicht so arg verschneit wirkt, wie wir erwartet haben. Als wir tiefer kommen wird auch klar, weshalb. Es hat hier, wie ja für Finnland zu erwarten war, sehr viel Fichtenwald und dieser wirkt aktuell ziemlich grün. Auf dem Flughafen stellen wir dann fest, dass es doch Winter ist und viel Schnee hat. Bei eisigen Temperaturen laufen wir über das Rollfeld Richtung Flughafengebäude. Bald schon können wir aufatmen - all unser Gepäck ist da. Ein Gepäckverlust wäre hier ziemlich ärgerlich gewesen, da es in Luosto kaum Geschäfte geben wird und wir auf unsere dicken, wärmenden Winterkleider angewiesen sind.

Bald schon fährt der Bus ab Richtung Luosto. Jutta, eine unserer Reiseleiterinnen, gibt uns erste interessante Informationen zu unserer Feriendestination bekannt. Unter anderem wird es weder eine Bank noch Bankomaten haben. In Luosto hat es einen kleinen Tante-Emma-Laden, wo man so alles Lebensnotwendige bekommen kann, inkl. rezeptfreien Medikamenten. Und auch die Post wird in diesem kleinen Laden abgewickelt. Am besten man gehe einfach mal in den Laden und schaue, was es jeweils gerade habe , denn das Angebot werde immer wieder etwas anders sein, da die Lebensmittel von relativ weit her geliefert werden müssen. Alkoholische Getränke müssten auch bereits anfangs Woche bestellt werden, da diese ebenfalls speziell angeliefert werden müssen.

Gegen 20.00 Uhr treffen wir im Hotel Luostotunturi ein und können einchecken. Wir bekommen nicht wie gebucht ein Zimmer im neuen Flügel, da sie dort irgendeinen Wassereinbruch hatten. Unser Zimmer liegt jedoch direkt neben dem neuen Flügel. Durch eine Türe können wir überall Teppiche und hochgestellte Möbel sehen. Scheinbar hatten sie hier tatsächlich vor kurzem einen Wasserschaden.

Als erstes machen wir uns auf zum Restaurant Kerttuli, dem gemäss Reiseleitung besten Restaurant in Luosto. Die Finnen essen eher früh am Abend, sodass es nach 21.00 Uhr kaum mehr irgendwo was Warmes zu essen gibt.

Monika bestellt sautierten Rentierbraten mit Kartoffelstock, Preiselbeeren und Gewürzgurken (Speisekarte). Das ganze entpuppt sich dann nicht wie erwartet als ein Stück Braten, sondern es sieht eher wie ein Eintopf aus Siedfleisch aus. Der Geschmack des Rentiers ist etwas gewöhnungsbedürftig, schmeckt aber so ähnlich wie Wild. Auch die Preiselbeeren sind etwas speziell im Geschmack, halt irgendwie herb. Aber diese Beeren gehören hier dazu und gibt’s so ziemlich zu jedem Gericht. Selbst auf dem Salat hat es Preiselbeersauce. Hubert hat Rentierhüfte bestellt, was als riesen Haxen mit Knochen daherkommt.

Da es sternenklar ist, machen wir uns um 22.30 Uhr erstmals auf die Jagd nach dem Polarlicht. Draussen sind es -18° C und so können wir natürlich auf dem zugefrorenen Weiher in der Nähe herumspazieren, welcher uns vom Hotel für die Nordlichtbeobachtung empfohlen wurde. Aufgrund der langen Reise sind wir ziemlich müde und so spüren wir auch bald die Kälte. Wir entschliessen uns daher, uns etwas zu bewegen und einmal rund um den See zu laufen und dabei die Augen nach den berühmten Nordlichtern offen zu halten. Kurz nach 24.00 Uhr sind wir zurück und Hubert möchte nun ins Bett, da er todmüde ist. Monika legt sich vorderhand noch halb angezogen mit dem Laptop ins Bett, um schnell nochmals nach draussen zu können, falls der vom Hotel zur Verfügung gestellte "Handy-Aurora-Alarm" doch noch losgehen sollte. Irgendwann ist dann jedoch auch Monika eingeschlafen. Um 02.00 Uhr morgens reicht eine kleine Wachphase gerade noch aus, um das Pyjama anzuziehen.

Am nächsten Tag sollten wir am Willkommens-Apéro erfahren, dass wir das erste Nordlicht bereits verschlafen haben. Die Gäste der Blockhäuser hatten um 23.30 Uhr einen Nordlichtalarm erhalten und so gegen 01.30 Uhr soll das Nordlicht dann tatsächlich für kurze Zeit am Himmel zu sehen gewesen sein.

 

 

flughafen kittilae 1

Flughafen Kittilä

flughafen kittilae 2

Flughafen Kittilä

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Flughafen Kittilä

edelweiss air

Edelweiss Air

finnland airports

Lapland Airports

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Lappenmädchen

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Lappenjunge

termometer

Das Thermometer zeigt - 18° C

 

   

 

   

Übernachtung:

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Hotel Luostotunturi, Luosto
   

 

   
 

Bildergalerie:

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